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Arbeitstag als Recht auf Ausschöpfung fremder Lebensarbeitszeit



Arbeitstag als Recht auf Ausschöpfung fremder Lebensarbeitszeit


Der Kapitalist behauptet sein Recht als Käufer (der Arbeitskraft), wenn er den Arbeitstag so lang als möglich... zu machen sucht. Andrerseits schließt die spezifische Natur der verkauften Ware eine Schranke ihres Konsums durch den Käufer ein, und der Arbeiter behauptet sein Recht als Verkäufer (der Arbeitskraft), wenn er den Arbeitstag auf eine bestimmte Normalgröße beschränken will.

Es findet hier also eine Antinomie statt, Recht wider Recht, beide gleichmäßig durch das Gesetz des Warenaustausches besiegelt. Zwischen gleichen Rechten entscheidet die Gewalt. Und so stellt sich in der Geschichte der kapitalistischen Produktion die Normierung des Arbeitstags als Kampf um die Schranken des Arbeitstags dar - ein Kampf zwischen dem Gesamtkapitalisten, d. h. der Klasse der Kapitalisten, und dem Gesamtarbeiter oder der Arbeiterklasse.



Quelle: Karl Marx in Das Kapital Buch 1: Der Produktionsprozess des Kapitals (1867)
(Marx-Engels-Werke Bd.23, S. 249)

Verlag: Dietz-Verlag Berlin 1969

Themen zu diesem Zitat: Arbeitstag, Klassenkampf, Kopfarbeit,